Hier meine Erfahrungen mit dem "Fli4l" Projekt.

Angefangen hat das ganze ungefähr im Frühjahr 2000. Ich saß vor meinem Server und
hab mal wieder verschieden unbefriedigende Lösungen durchprobiert, um über einen Rechner allen Clients eine
Internetverbindung zu ermöglichen. Ich dachte mir: "Bist ja nicht dumm, schaust Dich mal nach anderen Lösungen
um". Gesagt getan. Irgendwann bin ich dann auf Ebay kleben geblieben und hab dort ein Versteigerung von einem Linux Software
Router gesehen. Wie es dann halt mal so ist, war ich gleich Feuer und Flamme. Natürlich hab ich die Versteigerung gewonnen
und das Packet dann daheim ausgepackt. Just in dem Moment, als ich dann nicht weiterkam, las ich zufällig im Usenet über
ein anderes Software Router Projekt. Also hab ich mir das auch mal angeschaut. Hat sich alles ganz vernünftig
angehört und ich wollte es auch gleich ausprobieren. Hab mir also einen Rechner und alle Hardware die ich nicht daheim hatte
organisiert, mich an meinen Rechner gehockt und den Router konfiguriert. So nach einer Stunde war alles erledigt und ich hatte
meinen ersten Kontakt *g* mit dem Internet. Hab dann ein bisschen weiter getüftelt und noch ein paar zusätzliche
Packete installiert. Am Ende hatte ich einen Linuxrechner der folgende Qualitäten aufwies:
Softwareausstattung:
- Paketfilter: Logging bei Zugriff von außen auf gesperrte Ports
- Least-Cost-Routing: automatische Auswahl des Providers, je nach Uhrzeit
- Linux-Kernel 2.4.26
- IP-Masquerading inkl. Paketfilter
- DNS-Server, damit nicht jede Anfrage von Windows-PCs ins Internet geht
- Kanalbündelung (ISDN): automatische Bandbreitenanpassung oder manuelle Zuschaltung des 2. Kanals über Windows-/Unix-Client
- SSH und SCP/SFTP Zugang
- Mini-Web-Server für ISDN bzw. DSL-Monitoring
- Zugangserlaubnis für bestimmte konfigurierte Netzwerke von außen (VPN Zugang)
- Zugriff auf Time-Server zur Synchronisierung der Uhrzeit im LAN
- Ausführen von Kommandos/Prozeduren bei Telefonanruf (z.B. Internet-Einwahl)
- QOS (Quality of Service) Bandbreitenbegrenzung bzw. Bevorzugung bestimmter Packettypen.
Hardwareausstattung:
- Pentium I 200 Mhz mit 128 MB RAM
- 2 Netzwerkkarten. Eine von HP und die andere von 3Com (jeweils 10 MBit/s)
- ISDN Karte von AVM (gedacht als manueller Fallback bei DSL Ausfall)
- alte 540 MB Festplatte
- LCD-Display als Monitor: Anzeige von Verbindungs- und Übertragungs-daten
- Einfache Online-/Offline-Anzeige über LED
Was soll ich sagen? Das Ding läuft bei mir ohne klagen. Natürlich darf man es nicht mit einem
fertigen Hardware Produkt vergleichen. Aber wenn man nur die Standardfunktionen des Fli4l Projektes
einsetzt, kann man das Ding getrost in die Ecke stellen und braucht es nicht mehr anzulangen. Wenn man
aber etwas mehr machen will, dann sollte man sich schon etwas Linuxkenntnisse aneignen. Ist aber auch
kein so grosses Hinderniss, da es einen sehr guten Support im
Usenet gibt.
Wer Interesse hat sich mehr Infos über das Fli4l Projekt durchzulesen, kann einfach auf das obrige Logo klicken. Mein Dank geht an Frank Meyer
der das Projekt ins Leben gerufen hat und an alle die es mit viel Liebe im Usenet unterstützen.